Bild von Felix Thoermer - www.leiflike.de
Selbstständige Mediendesignerin
Mediendesign-Studentin an der IU Karlsruhe
Ich wünsche mir eine Welt, in der sich jeder Mensch so ausdrücken kann, wie er es möchte und dabei keine schrägen Blicke bekommt. Deshalb halte ich in meiner Freizeit unter Anderem Vorträge über queere Inklusion und mache es in meinem Alltag eine Priorität ein wenig Freude zu verbreiten. Mit den kleinsten Dinge wie Seifenblasen an einem tristen morgen oder einem ehrlichen Kompliment kann jeder dem anderen den Tag etwas versüßen.
Jeder hat eine Geschichte, die es wert ist erzählt zu werden. Egal, ob es dabei um die eigene Lebensgeschichte oder die Geschichte um das neuste Produkt geht. Ich liebe es, diese Geschichten in den verschiedensten Formaten zu erzählen.
Als Unternehmen ist die Kommunikation genauso wichtig, wie im Privatleben. Und dabei sollte es nicht nur um die neusten Angebote sondern auch darum gehen, eine Bindung zu den Kunden aufzubauen. Ob mit einem geeigneten Social-Media auftritt oder einer sympathischen Webseite: Eine persönliche Note kann einen riesigen Unterscheid machen. Man redet schließlich viel lieber mit einer echten Person als mit einer emotionslosen Firma.
Ich finde es wichtig, bei meinen Projekten immer einen Überblick zu behalten und mein Vorgehen zu planen, statt einfach drauf los zu arbeiten. Denn wenn man sich am Anfang die Zeit nimmt die Vorgehensweise zu überdenken und mögliche Knackpunkte zu finden, kann man sich bei der Umsetzung später viele Kopfschmerzen sparen. Auch, wenn am Anfang des Designprozesses noch nie so ganz klar ist, wie das Endprodukt aussehen wird, finde ich es wichtig, meinen Kunden erklären zu können, welche Schritte es benötigt, um ein passendes Design zu finden.
Auch, wenn ich durch mein Abitur mit Fachrichtung Grafik, mein aktuelles Mediendesign Studium und meine mehrjährige Arbeit als Mediendesignerin schon viele Erfahrungen sammeln konnte, lerne ich jeden Tag dazu. Da auch die zweite, fünfte oder zwölfte Idee oft besser ist, als der erste Ansatz, versuche ich mögliche Probleme als Leuchtturm zu sehen. Wenn an einer Stelle ein Problem auftritt, weiß dass hier noch Raum für Verbesserung ist. Treten im Design- und Revisionsprozess Probleme auf, hilft mir das, das Endprodukt weiter zu verbessern.
Ein gutes Design folgt einem Konzept und geht auf die Alleinstellungsmerkmale des Produktes / der Firma / des Kunden ein. Es ist für mich deshalb von besonderer Wichtigkeit ein gutes Verständnis für das Produkt und meinen Kunden mit üblichen Arbeitsweisen und Einsatzgebieten des Designs zu erlangen. Eine gute Beratung ist nur möglich, wenn man auch wirklich versteht worum es geht. Heutige KIs können zwar schnell und einfach existierende Designs reproduzieren, aber keine neuartigen, individuelle Designs erstellen, da ihnen eben dieses Verständnis fehlt. Genau dieser Unterschied ist es, der mich vor den neuen Technologien keine Angst haben lässt.
Ich arbeite stehts in einem iterativen Designprozess, was bedeutet, dass er Evaluationen und Wiederholungsschleifen beinhaltet. Das Ziel dieses Prozesses ist es, mögliche Probleme früh zu erkennen und das Endprodukt dadurch verbessern zu können. Je nach Aufgabe sieht das immer anders aus, die grobe Struktur bleibt aber dieselbe:
Hier besprechen wir die Aufgabe im Detail, ich lerne die anderen am Projekt beteiligten Menschen kennen und wir besprechen erste wichtige Maßgaben für das Design: Wer ist die Zielgruppe? Was sind Ihre Vorstellungen?
Je nach Projekt sammle ich alleine oder gemeinsam mit Ihnen Ideen für das Design und die Umsetzung. An diesem Punkt des Prozesses gilt: Alles ist möglich und der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt.
besprechen,
evaluieren,
verbessern
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Ein Mockup ist eine relativ schnell erstellte Vorversion des schlussendlichen Produkts - zum Beispiel eine statische Version einer Webseite, die zwar nicht klickbar ist, anhand der man aber das Design bewerten und verbessern kann.
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Neben meinem großen Interesse für Design, Kunst und Kultur gibt es weitere große und kleine Leidenschaften, die mich prägen.
Als Transfrau ist es in unserer Gesellschaft nicht immer leicht. An manchen Stellen fehlt es an Wissen, Verständnis oder politischem Willen. Und genau an diesen Stellen setze ich mich ein, um Missverständnisse bzw. Vorurteile aufzuklären und einen auf Verständnis beruhenden politischen Willen zu schaffen. Im Rahmen meines Engagements halte ich Vorträge in Schulen und Universitäten und helfe Lehrkräften durch Workshops einen guten Umgang mit Queerness und Diskriminierung in der Schule zu finden.
Mehr sehenWenn ich eine Frage habe, will ich auch eine Antwort haben. Und was, wenn es noch
keine konkrete Antwort gibt? Dann kann es schon mal vorkommen, dass ich mich im nächsten Augenblick (mehrere Monate) nach
ausgiebiger, Recherche, statistischen Tests und vielen Exceltabellen auf Seite 90 meiner eigenen Abhandlung wiederfinde.
So erging es mir, als ich mich gefragt habe, was wohl der beste Weg ist, queere Inklusion im Raum Baden-Baden zu erreichen –
oder das andere Mal, bei dem ich „kurz“ an einer 12-tägigen Delfin- und Wahlforschungs-Expedition teilgenommen habe.
Nunja, zumindest habe ich danach eine Antwort und teile diese gerne in meinen Vorträgen.
Ein Blumenstrauß aus dem Blumenladen ist schön, aber ein handgepflückter Blumenstrauß mit Blumen von der Wiese hat für mich eine ganz andere Bedeutung. Denn er zeigt die Schönheit der kleinen Alltäglichen Dinge.
Schon bevor ich meine Leidenschaft für das Design entdeckt habe, habe ich in
kleinen Filmprojekten versucht, Film-Effekte aus dem Fernsehen und Internet nachzustellen. Filme zu planen ist - wie das
Erstellen eines Designs - eine kleine Knobelaufgabe und erfordert gerade bei kleinem Budget einen kreativen Einsatz der
wenigen Mittel.
Ob ich im Kinositz andere Werke bewundere oder meine eigene Arbeit gezeigt wird: der
Zusammenhalt und die Art, wie sich Filmschaffende der Indie-Branche gegenseitig unterstützen, machen Filmfestivals zu einem
meiner Wohlfühlorte.
Die einen sammeln Postkarten, die anderen haben hunderte Schuhe. Ich habe viel zu viele Ohrringe. Tendenz steigend.
Denn Ohrringe sind wie kleine Kunstwerke, die man direkt bei sich tragen kann und die, gut kombiniert, einem Outfit den letzten Schliff verleihen.
Zu zeichnen hilft mir mich zu entspannen. Je nach Tag nehme ich meinen Campingstuhl, meine Museumskarte oder eine Fahrkarte und zeichne entweder die Natur, die schönen Plastiken im Museum oder vorbeilaufende Passanten am Bahnhof.
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Auch wenn viele denken, wir hätten eine geschlechtliche Gleichstellung erreicht, sieht man an der Gender-Pay-Gap und den sozialen Implikationen von Elternzeit: wir sind noch lange nicht so weit, wie wir vorgeben zu sein.
Um wirklich voranzukommen, müssen wir Frauen zusammenhalten. Deshalb angergiere ich mich in meiner Freizeit politisch für mehr Gleichberechtigung.
Ich habe es mir zum Hobby gemacht, im Alltag etwas Freude zu verbreiten. Deshalb habe ich fast immer eine kleine Flasche Seifenblasen in meiner Tasche. Am liebsten puste ich meine Seifenblasen an einem tristen Morgen, wenn sie keiner erwartet.