Als Transfrau liegt mir das Thema queere Inklusion besonders am Herzen - deshalb beschloss ich 2021 im Rahmen meines Seminarkurses Wege zu erforschen, um Inklusion voran zu treiben. In einem 92 Seitigen Bericht habe ich mich mit psychologischen Grundlagen beschäftigt, die Gruppenbildung oder Inklusion beeinflussen. Mit diesen Erkenntnissen, einer Umfrage und den Perspektiven einiger Aktivisten sowie Experten habe ich eine Sammlung an potenziellen Maßnahmen erstellt. Jede dieser Maßnahmen habe ich gemeinsam mit Aktivist*innen auf ihre grundlegende Umsetzbarkeit in der Region geprüft. Die regionalen Aktivist*innen haben die meiste Erfahrung, wo die Kapazitätsgrenzen ihrer Organisationen liegen. Die Ideen wurden dann thematisch unterteilt nach Effektivität (Verhältnis aus Aufwand, Reichweite und Effekt auf jede erreichte Person) geordnet. Die besten Ideen aus jedem Themenbereich wurden dann erneut genauer untersucht, wofür ich unter Anderem eine zweite Umfrage mit knapp 200 Teilnehmenden durchgeführt habe.
Zur Forschungsarbeit (PDF) Was ist der beste Weg um im Jahr 2040 eine nahezu vollständige Inklusion von queeren Menschen in die Gesellschaft der Region Baden-Baden, Bühl zu erreichen?
Gemessen an dem größten Wirkungsgrad ist dies der Lösungsansatz, Menschen in Führungspositionen durch Vorträge im respektvollen Umgang mit queeren Menschen zu schulen. Will man möglichst viele Menschen erreichen, ist der Lösungsansatz queere Repräsentation in Medien des SWRs zu schaffen der Beste. Ist das Ziel, mit dem geringsten Aufwand einen Anfang zu machen, ist der Lösungsansatz, Erfahrungsberichte mit den BNN / dem BT zu schreiben bei Weitem der Beste. Insgesamt halte ich persönlich den Lösungsansatz, Menschen in Führungspositionen durch Vorträge im respektvollen Umgang mit queeren Menschen zu schulen, am besten. Er macht recht wenig Aufwand und hat von Anfang an einen recht großen Effekt. Dadurch, dass meine Arbeit eine Zukunftsprognose ist, haben die Ergebnisse keine hundertprozentige Sicherheit. Sie kann jedoch gut als Anhaltspunkt und Ideenpool für aktivistische Arbeit in diesem Feld genommen werden.
Als Abschluss der Seminararbeit habe ich diesen Vortrag erarbeitet, der sich teils mit meiner Forschung, aber auch mit dem größeren Thema der queeren Inklusion und meinen Erfahrungen als Transfrau auseinandersetzt.
Mit 15 entschloss ich mich bei einer Forschungsexpedition des Master MINT Programms mitzumachen. Hierbei liegt das selbsternannte Ziel der Organisation Schüler*innen wertvolle Skills zu vermitteln, die im Alltag nützlich werden können. Der erste Schritt nach einer Bewerbung ist für die Lernenden deshalb das Sammeln von Sponsoren. Auch ich habe damals 13 Sponsoren gefunden und mich mit neun weiteren Schüler*innen auf den Weg nach die Azoreninsel Pico gemacht, wo uns ein sehr intensives Tagesprogramm erwartete. In den 12 Tagen auf der Insel erarbeiten wir eine 99 Seitige Dokumentation in der wir verschiedene Leitfragen untersuchen und beantworten. Die Themen orientieren sich hierbei an den vorangegangenen acht Jahren, sodass ein größeres Bild der Veränderung der Insel und der Meeressäuger im Laufe der Zeit entsteht.
2021 habe ich meine Erfahrungen im Rahmen eines Schulprojektes als Onepager ausgearbeitet und illustriert. Diese Seite findest du hier: